Ein Privatdetektiv übernimmt immer häufiger auch die Suche nach flüchtigen Heiratsschwindlern. In Zeiten des Internets mit unzähligen Singlebörsen und Internetflirts haben Heiratsschwindler Hochkonjunktur und bescheren dem Privatdetektiv eine Flut von Aufträgen. Da es ja kein Problem darstellt, sich mit einem frei erfundenen Namen auf den entsprechenden Seiten im World Wide Web anzumelden, ist es ein Leichtes, sich dort ein potenzielles Opfer auszusuchen und mit diesem Kontakt aufzunehmen.
Dabei geht ein Heiratsschwindler äußerst geschickt vor und beschreibt sich als mit genau den Eigenschaften, welche die Frau sich von einem Mann wünscht. Meist kommt es daraufhin schon nach kurzer Zeit zu einem persönlichen Treffen, wobei der Betrüger sich selbstverständlich als verständnisvoller, wohlhabender und erfolgreicher Heiratskandidat zeigt. Hat er das Vertrauen seines Opfers erst gewonnen, ist es meist ein Leichtes für ihn, der Ahnungslosen unter irgendeinem Vorwand Geld aus der Tasche zu ziehen. Hat er dann erreicht, was er wollte, ist er über alle Berge und untergetaucht.
Haben früher derart betrogene Frauen meist aus Scham geschwiegen, erstatten heute immer mehr Anzeige gegen den Heiratsschwindler. Wem die Suche der Polizei zu langwierig oder wenig erfolgversprechend erscheint, unternimmt dann oft den Gang zum Privatdetektiv. Da ein Privatdetektiv sich im Gegensatz zur Polizei in der Regel nur um wenige Aufträge gleichzeitig annehmen muss, hat dieser zeitlich wesentlich größere Möglichkeiten, dem Flüchtigen nachzuspüren. In den meisten Fällen geht ein Heiratsschwindler immer nach dem gleichen Muster vor, so dass hier am ehesten anzusetzen ist. Ein besonders geschickter Privatdetektiv wird auch nicht davor zurückschrecken, einen Lockvogel einzusetzen, um den Gesuchten auf sich aufmerksam zu machen.
